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Die Welpenfibel gibt es zu bestellen beim
Fibel-Shop
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Hier eine kurzer Auszug der WELPENFIBEL
Niemand ist ohne meine schriftliche Genehmigung, befugt, diese oder andere Seiten der Homepage in ein Mediensystem aufzunehmen, zu übertragen oder zu veröffentlichen. Eine Weitergabe in der Form, dass die Welpenfibel oder Teile daraus auf einer anderen Web-Site als dieser online gestellt oder zum Download angeboten wird, ist nicht gestattet.
1. Stubenreinheit 2. Gewaltfreie Erziehung 3. Artgerechte Ernährung 4. Gesundheit 5. Pflege/Hygiene
Lieber Welpenbesitzer,
Sie haben sich für Ihren Chihuahua-Welpen entschieden und sind sich bewusst, dass Sie nun viel Zeit für Erziehung und gemeinsames Spiel aufwenden müssen. Ihr neues Familienmitglied dankt es Ihnen mit überschwenglicher Zuneigung und Treue und Sie werden viel Freude aneinander haben.
Vielleicht haben Sie sich schon vorher mit entsprechender Literatur eingedeckt (z.B. CHIHUAHUA, Auswahl, Haltung, Pflege, Zucht von Ute Lehmann im Falkenverlag), so dass Sie schon etwas über die Bedürfnisse Ihres Welpen wissen. Ein paar Ratschläge in schriftlicher Form möchte ich Ihnen trotzdem noch an die Hand geben, Sie können mich bei Problemen und Fragen aber gerne jederzeit kontaktieren. Ich bin Ihnen gerne behilflich.
Lorena Galanti, Gerhart-Hauptmann-Ring 11, 81737 München,
Tel. 089/625 48 38, eMail: mailto:Lorena.Galanti@t-online.de
Was mir besonders am Herzen liegt:
Bitte denken Sie immer daran, ein Hund egal wie groß oder klein wird niemals geschlagen! Weder mit der Hand, noch mit der Zeitung oder sonst wie. Er wird auch niemals im Nackenfell geschüttelt (diese Erkenntnis kam mir beim Lesen von: Hund und Mensch im ZwiegesprächHund und Mensch im Zwiegespräch, Spielregeln für eine Partnerschaft, von Gudrun Feltmann- v. Schroeder, Kosmos Hundebibliothek), wie leider Gottes so oft in schlechten oder veralteten Erziehungsbüchern immer wieder empfohlen. Es entspricht einfach nicht der Wahrheit, dass Hundemütter ihre Welpen auf diese Weise abstrafen. Im Hunderudelverband werden solche Maßnahmen niemals angewendet, trotzdem lernen die Junghunde, sich sozial zu verhalten. Ich selber, und auch meine Züchterfreunde konnten niemals beobachten, dass eine Mutterhündin ihre Welpen zur Strafe im Nackenfell schüttelt, allerhöchstens nimmt sie den Welpen in den ersten Lebenstagen vorsichtig am Nackenfell auf (wie auch Katzen), wenn er aus dem Nest gefallen ist, um ihn wieder dorthin zurückzuholen. Lediglich die Welpen untereinander werden in Raufspielen das Beutegreifen und Todschütteln trainieren, indem sie Beutestücke packen und schütteln. Wie gesagt, dient das Nackenschütteln einzig und allein dem Beutegreifen und Todschütteln, es ist keine Erziehungsmethode. Bedenken Sie dies bitte immer, wenn Ihnen ein sogenannter „Hundeexperte" einen guten Rat zur Hundeerziehung gibt. Wie soll Ihr Welpe das nötige Vertrauen zu Ihnen aufbauen, wenn Sie ihm ständig begreiflich machen, dass Sie ihn als Beute betrachten. Er wird jedes mal in Todesangst vor Ihnen erstarren und winseln, vielleicht lernt manch ein Hund dann irgendwann, dass er doch nicht umgebracht wird, aber es ist jedenfalls aus Hundesicht ein absolut unsoziales und unverständliches Verhalten seines Menschen. Das ist keine Grundlage für ein partnerschaftliches Verhältnis. Ein sensibler Hund wird mit Sicherheit verhaltensgestört.
Die Zeiten der strengen, kasernenhofmäßigen Hundeerziehung sind lange vorbei. Trotzdem findet man immer noch merkwürdige Ratschläge in Hundezeitschriften und Hundebüchern oder von sogenannten „Hundeexperten". Nehmen Sie also nicht jeden Rat leichtfertig an, manchmal ist es besser ihn zu überdenken und aus dem Bauch raus zu entscheiden.
Auch ein Zwerghund braucht ausreichend freien Auslauf. Eine Stunde täglich wäre wünschenswert. Für mehr sind auch die Zwerge dankbar. Meine Chihuahuas sind an lange Spaziergänge gewöhnt und sind so auch in der Lage, uns mit Begeisterung auf Wanderungen sommers wie winters zu begleiten, die nicht selten 10 - 15 km lang sind.
Ein Chihuahua ist auch nicht empfindlicher gegen Kälte als andere Hunde, sofern er durch regelmäßigen Auslauf abgehärtet ist. Wichtig ist aber, ihn immer mit einem Handtuch abzutrocknen, sobald man wieder zu Hause ist, sofern er im Regen, Morgentau oder sonst wie nass geworden ist. Wenn er es mag, können sie ihn auch vorsichtig trocken föhnen, muss aber nicht sein. Ein Hund sollte nie nass liegen oder rumstehen! Halten Sie ihn in Bewegung bis er trocken ist. Bitte ziehen Sie ihm kein Mäntelchen oder Pulloverchen an, dadurch wird er wirklich empfindlich, denn die Kleidung saugt sich mit Nässe voll, die der Hund nun nicht mehr abschütteln kann. Lediglich kranken Hunden ist nach Absprache mit dem Tierarzt ein Mäntelchen für einen kurzen Auslauf erlaubt.
1. Stubenreinheit
Auch und gerade für die Erziehung zur Stubenreinheit gilt: Keine Gewalt!
Wichtig: Zunächst sollten Sie noch vor Betreten Ihrer Wohnung mit dem neuen „Familienmitglied" einen Löseplatz aufsuchen, den Sie künftig regelmäßig ansteuern. Lassen Sie dem Welpen die nötige Zeit, schließlich ist alles neu für ihn und er muss sich erst sicher füllen, damit das „Geschäftchen" klappt. Wenn er dann Pipi oder Häufchen gemacht hat, müssen Sie ihn überschwenglich loben. Ein kurzes „Brav" ist noch lang kein Lob, wie es der Welpe nach so einer tollen Leistung verdient hat, sie müssen ihm wirklich deutlich machen, wie begeistert sie von seiner Leistung sind. Jetzt weiß er schon mal, wo man es richtig macht.
Wenn Sie Ihren Welpen aufmerksam beobachten, dürfte es kein Problem sein, ihn dazu zu bringen, sein Geschäft draußen zu machen. Selbstverständlich ist erste Voraussetzung auch, dass Sie oft genug mit dem Kleinen rausgehen. Oft genug ist bei jedem Welpen und jeden Tag etwas unterschiedlich, mal nach ½ Stunde, mal nach 2 Stunden. In der Regel sollte ein junger Welpe alle Stunde nach draußen gebracht werden, falls er nicht gerade schläft. Im Welpenalter ist Schlaf noch sehr wichtig, ein Welpe sollte möglichst nicht dabei gestört werden. Ein erwachsener Hund muss dann mindestens 3 - 4 x täglich raus, ein Junghund auch mal mehr als doppelt so oft. Wie lange es dauert, bis der Welpe gelernt hat, draußen zu gehen, liegt ganz bei Ihnen. Die Zeitabstände verlängern sich automatisch mit dem Heranwachsen des Welpen. Dabei müssen Sie beachten:
* Der Welpe muss immer, wenn er wach wird,
* der Welpe muss kurze Zeit nach dem Fressen,
* der Welpe muss auch mal unter dem Spielen. Sicheres Zeichen dafür, wenn er sich mitten unter dem Spiel auf einmal aufgeregt suchend im Raum bewegt, womöglich sich um sein Hinterteil zu drehen beginnt (jetzt ist es höchste Eisenbahn!),
* der Welpe muss, wenn er längere Zeit (z.B. zum Transport auf Reisen) in einer Tasche oder sonstigem Behälter steckt oder auf Ihrem Schoß sitzt und unbedingt dort raus will oder runter will, womöglich zu zittern anfängt, weil es ihm nicht gelingt. Vor längeren Fahrten sollte der Welpe in jedem Fall ausreichend Zeit zum Lösen bekommen haben und ordentlich ausgetobt und müde sein;
* kaum ein Welpe meldet sich durch „Wau-Wau" an der Tür stehend, wenn er raus muss; ein Hund hat auch andere Verständigungsmöglichkeiten, mit denen er auf sich aufmerksam macht, z.B. ständiges Pföteln, zittern oder stumm vor der Tür sitzen, aufgeregt herumlaufen. Das ist ganz individuell, aber sie werden es bei aufmerksamer Beobachtung schon lernen, was Ihnen Ihr Hund sagen will.
Wenn Sie Ihren Welpen regelmäßig füttern (siehe unter 3.), wird sich automatisch ein Schlaf-/Fress-/Wachrhythmus einspielen. Nehmen Sie den Welpen sofort nach dem Aufwachen hoch und tragen Sie ihn nach draußen - möglichst immer auf den selben Platz, wo er sich in Zukunft lösen soll. Wenn er aber sein Geschäftchen bereits in der Wohnung gemacht hat, sollten Sie kein Aufhebens darum machen und möglichst unauffällig das „Werk" beseitigen. Lediglich, wenn er sich gerade anschickt oder dabei ist, in der Wohnung sein Geschäft zu verrichten, dürfen Sie mit einem kurzen strengen „Nein" Ihr Missfallen ausdrücken, den Welpen ruhig und gelassen aufnehmen und ihn nach draußen auf seinen Löseplatz bringen (auch, wenn er schon drinnen alles verrichtet hat, in dem Fall nehmen sie das Häufchen mit etwas Zellstoff auf und legen es draußen auf den vorgesehenen Löseplatz und zeigen es dem Hund), die Zauberformel „mach Pipi" oder „Biesi", „Häufchen" sagen und entsprechend überschwenglich loben, wenn er dort sein Werk vollendet hat. Wenn Sie ein Riesentrara machen, weil der Welpe in die Wohnung gemacht hat und mit Geschimpfe und Gezetere den Dreck wegmachen, ist dies für den Welpen trotzdem eine Beachtung, wenngleich negativ. Besonders wenn der Welpe nicht genügend Aufmerksamkeit bekommt, empfindet er eine negative Beachtung, besser als gar keine. Außerdem wird der Welpe nervös, verstört und ängstlich, wenn Sie ihn mit „Schimpftiraden" überschütten oder gar schlagen, dadurch wird es für ihn immer schwieriger, seinen Körper zu kontrollieren - wer hat sich nicht schon vor Angst fast in die Hosen gemacht! Es dürfte sich wohl erübrigen, zu erwähnen, dass man den Welpen niemals mit der Nase in sein Geschäftchen stupst, um ihn damit zu erziehen, das ist Tierquälerei!!! und bringt gar nichts, außer dass er sich das nächste Mal ein besseres Versteck sucht bzw. solange mit dem Geschäft wartet, bis er sich unbeobachtet fühlt. Da jeder Welpe gefallen will, wird er sehr schnell wissen, wie er zu seinen „Streicheleinheiten" kommt.
Das A und O ist aber ...
... Das ausschließliche Benutzen der Katzentoilette ist jedoch aus verschiedenen Gründen strikt abzulehnen:
* Sind derlei gewöhnte Hunde oftmals nicht mehr in der Lage, sich im Freien zu lösen, da sie die Katzentoilette als den einzig richtigen Ort kennen gelernt haben und nichts anderes akzeptieren. Das gleiche trifft übrigens oft für Hunde zu, die ausschließlich an Grün als Löseplatz gewöhnt sind, sie sind dann kaum zu bewegen, auf Asphalt oder Beton oder sonstigen künstlichen Boden ihr Geschäft zu verrichten;
* ist es einfach nicht Hundgerecht. Der Hund braucht seinen regelmäßigen Auslauf und Kontakt zu anderen Hunden für sein körperliches und seelisches Wohlbefinden, alles andere erzeugt ein „Kasper-Hauser-Syndrom" , einen seelischen Krüppel!
* werden Sie für die Stubenreinheit wesentlich länger brauchen. Normalerweise lernt der Welpe zwischen „drinnen darf man gar nicht" und „draußen darf man immer" unterscheiden. Wie viel schwieriger ist es für ihn aber zwischen „drinnen" und „drinnen" zu unterscheiden. Eigentlich sucht der Welpe ja, durch seinen natürlichen Sauberkeitssinn geleitet, möglichst dem Nest entfernte Stellen zur Versäuberung auf.
Anmerkung: Nach all dem Gesagten ergibt sich auch automatisch, dass ein Welpe nicht in die Hände von ganztägig Berufstätigen gehört, er wird nur sehr schwer und sehr spät einigermaßen sauber werden, womöglich sogar nie und landet dann womöglich, wie so oft, irgendwann im Tierheim. Genau so wenig kann man diese Aufgabe Kindern überlassen, die einfach zu wenig aufmerksam sind und die Verantwortung (Gefahren durch Straßenverkehr, unverträgliche Hunde etc.) für einen Welpen gar nicht tragen können und in Erziehungsmethoden oft zu grob sind. Ein Kind ist eher ein guter Spielkamerad. Höchstens unter Kontrolle der Erwachsenen kann einem etwas älteren Kind ein Teil der Verantwortung für den Welpen übertragen werden.
Selbst für einen erwachsenen Hund ist es eine Zumutung, länger als 4 Stunden zu verhalten (selbstverständlich ergeben sich während der Nachtruhe längere Phasen). In Ausnahmefällen hält der erwachsene Hund schon mal länger aus, dies sollte aber die Ausnahme sein! Ein ständiges längeres Verhalten geht zudem sprichwörtlich auf die „Nieren", denn derart gehaltene Hunde haben nicht selten frühzeitige Nierenschäden, die zum vorzeitigen Tod führen, auch Darmstörungen, wie Verstopfung oder Durchfall können aus langanhaltendem Verhalten resultieren. Außerdem: versuchen Sie doch bitte mal selber, mehrere Stunden zu verhalten, dann können Sie sich vielleicht in die Lage des armen Hundes versetzen.
2. Gewaltfreie Erziehung
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Gewaltfreie Erziehung bedeutet vor allem, dass auf körperliche Gewalteinwirkung verzichtet wird. Stattdessen ist anzustreben, mit dem Hund über Wort und Gestik zu kommunizieren und ihn durch positive Erfahrung zum Ziel zu führen. Augenkontakt nicht vergessen!
Auch das oft gepriesene „Leinenrucken", um den Hund „Bei-Fuß"-Gehen zu lassen, ist eine Art der Gewalteinwirkung. Bedenken Sie bitte auch, dass Sie am anderen Leinenende einen Chihuahua und keinen Rottweiler führen. Jede Gewalteinwirkung auf die empfindlichste Körperstelle des Hundes, nämlich den Hals, ist zu vermeiden. Hier verhält es sich genauso wie beim zuvor erläuterten „Nackenschütteln". Der Leinenruck kommt wie ein Überfall aus heiterem Himmel, oft auch ungewollt, wenn sich zum Beispiel etwas Angsteinflössendes dem Welpen nähert und er instinktsicher die Flucht aufnimmt (siehe „Hund und Mensch im Zwiegespräch", Kapitel Welpenentwicklung). Außerdem wird im Hundekampf der Hals des Unterlegenen dem Gegner dargeboten, wenn sich der Unterlegene ergibt. Ein gut sozialisierter Hund würde niemals diese Unterwerfungsgeste dazu ausnützen, um den Unterlegenen nun in die Kehle zu beißen und damit zu töten. Er deutet vielmehr nur diese Möglichkeit an, um dem Unterlegenen klar zu machen, ich könnte, wenn ich wollte". Dies kann bei sensiblen Hunden durchaus schon ein Trauma auslösen. Ein Brustgeschirr oder zumindest breites Halsband ist sicher die sanftere und für den Hund angenehmere Methode des Anleinens. Durch Leinenrucken lernt der Hund nur, dass er Ihnen nicht vertrauen kann; natürlich wird er mit eingezogenem Schwanz sich der "Gewalt" fügen.
Ein Mindestmaß an Erziehung sollte auch der kleinste Hund genießen. ...
Jagen
Lassen Sie Ihren Hund niemals Lebewesen (egal ob Vögel, Eichhörnchen, Mäuse, Katzen, Hasen, Kinder, Jogger etc.) jagen, allerhöchstens in Ihrem eigenen Garten, da verteidigt er schließlich sein Revier. Natürlich macht es ihm Riesenspaß, aber sie werden ihn einfach nicht mehr unter Kontrolle bekommen, solange er seiner Beute nachjagt. Und wer garantiert Ihnen, dass der nächste Vogel oder das nächste Eichhörnchen sich nicht mit einem Satz über die Straße rettet, ihr Hund hinterher! Außerdem kann eine Katze einem Chihuahua durchaus gefährlich werden und auch Raben, Hühner und Schwäne etc. lassen nicht mit sich spaßen. Kinder sind ohnehin unberechenbar, und nicht selten hat ein Jogger schon nach einem Hund getreten, der ihn vermeintlich attackiert hat. Also bitte, so lustig es auch aussieht, hier ist ein scharfes „Nein" angesagt. Lässt Ihr Hund von der Beute ab, nie vergessen, sofort überschwenglich zu loben, möglichst mit Spielzeug (als Ersatzbeute) sofort ablenken, so hat er auch seinen Spaß. Am besten aber ist es wie immer, vorausschauend die Gefahren zu erkennen oder erahnen und die Aufmerksamkeit des Welpen schon vorher auf sich zu lenken.
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Weglaufen bzw. Nichtkommen
Jeder Welpe hat einen natürlichen Folgetrieb. Zu Anfang werden Sie damit also kaum Probleme haben. Zu Anfang sollten Sie Ihren Hund möglichst immer dann rufen, wenn er sowieso auf dem Weg zu Ihnen war und ihn dann toll loben. Es hat wenig Sinn, ihn mitten im Spiel mit einem anderen Hund abzurufen, er wird sicherlich nicht folgen. Das sollten Sie wirklich nur dann machen, wenn Sie sicher sind, dass er auch kommt. Das sollten Sie vorher eben schon in einfacheren Situationen geübt haben. Das Kommen sollte immer mit Freude verbunden sein, also loben, Leckerchen, ein Spiel anschließen, ihm was Schönes zeigen etc. Deshalb dürfen Sie Ihren Hund niemals schimpfen, wenn er erst nach längerem Rufen - und wenn es ½ Stunde dauert - zu Ihnen zurück kommt, denn schließlich ist er gekommen. Wenn Sie ihn schimpfen, wird er das nächste Mal erst recht nicht kommen.
Entfernt sich Ihr Hund zu weit von Ihnen, ...
3. Artgerechte Ernährung
Bis zum Alter von ½ Jahr erhält der Welpe mindestens 3 (morgens, mittags, abends) Mahlzeiten, dann 2 Mahlzeiten auf den Tag verteilt. Sehr kleine Welpen benötigen u.U. noch mehr Mahlzeiten (4 - 5). Das Futter sollte immer mit Zimmertemperatur gereicht werden. Niemals Futter direkt aus dem Kühlschrank geben, das führt zu bösen Bauchschmerzen und Durchfall.
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Mittlerweile bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass Rohfleischfütterung für den Hund besser verdaulich ist, als gekochtes Fleisch. Ich verfüttere daher nach Möglichkeit Fleisch roh. Allerdings darf niemals Schweinefleisch roh gefüttert werden, da es das lebensgefährlichen aujeszkysche Virus enthalten kann, was immer zum Tode führt. Ich möchte aber aus der naturnahen Hundeernährung keine Doktrin machen, ...
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Nicht erlaubt sind:
* Tischreste von unserem Essen sind für den Hund zu stark gewürzt und zu fett, außerdem ist das Verhältnis Fleisch/Kohlehydrate und vor allem Mineralstoff-Vitamine nicht ausgewogen, der Hund wird davon fett und krank. Wenn es wirklich mal etwas für den Hund geeignetes von unserem Essen übrig bleibt z.B. Hühnerbrust, Putenfleisch, Reis, ein Böhnchen etc. dann geben Sie das bitte in seinen Napf, nachdem Sie mit dem Essen fertig sind, sonst werden Sie sehr schnell einen bettelnden Hund neben sich haben, der an ihrem Bein rumkratzt, winselt, kläfft, sabbert und sonst wie unangenehm auf die Nerven geht. Es ist nix dagegen einzuwenden, von unserem Essen vor dem Würzen für den Hund Futter abzuzweigen. Außerdem werden Hunde die täglich was vom Tisch bekommen, sehr mäkelig mit ihrem Hundefutter, da es natürlich nicht soo gut schmeckt, wie das gewürtze vom Tisch.
* gekochte Knochen!
* TABU: Süßigkeiten (das in Schokolade enthaltene Theobromin kann von Hunden nicht abgebaut werden und ist für Hunde je nach Dosis giftig, Kekse, Kuchen, Bonbons etc.), machen dick, schädigen die Zähne, führen meist zu Verdauungsproblemen
* rohe Kartoffeln (giftig) * Zwiebeln (giftig) * Avocado (giftig) * rohe Bohnen (giftig) * Rosinen in größerer Menge * Sahne (Durchfall) * Milch (Durchfall) * Alkohol (auch das haben Hundebesitzer ihren Hunden schon angetan) * Kaffee (s.o.).
""" Achtung - Giftwarnung """
Vor der Fütterung von Zwiebeln wird ausdrücklich gewarnt. Denn die Zwiebel, ganz gleich ob roh, gekocht oder in Pulverform verfüttert, beherbergt gleich zwei Inhaltstoffe, die beim Hund eine Zerstörung der roten Blutkörperchen und somit eine lebensbedrohende Blutarmut auslösen. Die Stoffe heißen Allylpropylsufid und N-Propyldisulfid.
In der Avocado schlummert das für Hunde tödliche Gift Persin. Es verursacht Herzmuskelschäden und führt beim Hund zum Tode. Also, keine Avocados und keine zwiebelhaltigen Speisen vom Tisch füttern.
Ebenso gefährlich ist der Genuss von Schokolade.
Bereits in einer einzigen handelsüblichen Tafel Schokolade sind soviel nicht verträgliche Giftstoffe für Hunde enthalten, dass der Verzehr der Tafel tödlich enden kann.
Quelle : Uni f. Tiermedizin,Zürich, Forschung
4. Gesundheit
So wie es keine Hunderasse gibt, die gänzlich frei von Erbdefekten ist, bleibt auch die Rasse Chihuahua nicht ganz von Erbkrankheiten oder unerwünschten Merkmalen verschont, wenngleich sie doch selten sind. Ein guter Züchter wird immer bemüht sein, durch entsprechende Selektion gezielte Auslese zu betreiben und in erster Linie die Gesundheit der Rasse im Auge haben und in zweiter Linie dann die Schönheit.
Chihuahua-spezifische Erbkrankheiten, also solche, die nur diese Rasse betreffen, sind mir zwar nicht bekannt, in der umfangreichen Liste der unerwünschten Eigenschaften und Anomalien (Quelle: Genetik der Hundezucht, von Malcom B. Willlis, S. 115-131) ist der Chihuahua allerdings bei den bei Kleinhunden generell auftretenden, folgenden Defekten aufgeführt: Patellaluxation (siehe dazu auch unter http://www.tiermedizin.de/tierme98/patinf/patella.htm) (=Verschiebbarkeit oder Verrenkung der Kniescheibe), angeborene Herzfehler, Epilepsie, Nekrose des Femurkopfes (Hüftgelenkszersetzung), Schwergeburten, Einhodigkeit. Näheres kann der Fachliteratur entnommen werden oder schaut bei http://www.chihuahua.de unter Gesundheit nach. Ich ergänze noch die Neigung zu Zahnsteinbildung, zu persistierenden Milchzähnen und fehlenden Zähnen oder Bissfehler (Vor- und Rückbiss). Dies sind Defekte, die bei allen Kleinhunderassen auftreten können. Dank Zuchtauslese und Erhöhung des Mindestgewichts beim Chihuahua auf 2 kg werden Wasserkopf bei Welpen und Fontanellen beim erwachsenen Hund bereits mit deutlich abnehmender Tendenz verzeichnet.
Trotzdem ist ein Chihuahua bei artgerechter Haltung in der Regel ausgesprochen robust, robuster gar als die meisten Kleinhunderassen, möchte ich behaupten. Meist benötigt er den Tierarzt nur zum Impfen. Aus verschiedenen Gründen kann aber auch der gesündeste Hund mal unpässlich sein.
Wichtig dabeit: ...
Fieber/Untertemperatur:
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Durchfall:
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Verstopfung:
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Erbrechen:
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Blasenentzündungen/Nierenentzündungen:
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Mandelentzündung/Kehlkopfentzündung:
Wie bei der Blasenentzündung ist Nässe häufig die Ursache. Aber auch ...
Dagegen vollkommen harmlos und absolut nicht behandlungsbedürftig: Bitte obiges Röcheln nicht mit dem bei kurznasigen Rassen häufig auftretendem, nur kurzanhaltenden (wenige Sekunden) Schnarchen (auch „Rückwärtsniesen" genannt), das bei Aufregung, Wiedersehensfreude oder wildem Spiel etc. auftreten kann. Bleiben Sie dabei bitte ganz gelassen, behalten sie die Ruhe, es ist wirklich absolut harmlos. Durch sanftes Massieren des Nasenrückens und der Kehle und beruhigende Worte ist das Scharchen schnell abgestellt. In hartnäckigen Fällen hilft es, die Nase durch Auflegen eines Fingers sanft in Richtung Hals runterzudrücken, dadurch wird der Hund zum Abschlucken bewegt und das Problem ist erledigt. Denn dahinter steckt meist das Gaumensegel, dass bei Aufregung zu trocken wird und diesen Reitz auslöst. Dieses Röcheln ist auf keinen Fall krankhaft bedingt, sondern aufgrund der oft kurzen Nasen bei Zwerghunden trockenen Gaumensegeln, da die Luft beim schnellen Einatmen durch die kurze Nase manchmal nicht genügend befeuchtet wird. Falls sie sich selber darüber aufregen, werden sie ihren Hund immer mehr erregen, außerdem hat der Hund es so schnell heraus, auf diese Weise die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, und er wird es dann auch gezielt einsetzen, um sich in den Mittelpunkt zu drängen, es entsteht ein Teufelskreis. Leider, leider ist nicht jeder Tierarzt in der Lage krankhaftes Röcheln von harmlosem Schnarchen zu unterscheiden. Mir ist ein Fall bekannt, in dem ein Chihuahua vollkommen unnötigerweise an der Luftröhre operiert wurde und anschließend genau daran gestorben ist. Ein anderer ist jahrelang auf Asthma behandelt worden. Seien Sie äußerst kritisch bei Operationen. Konsultieren Sie evtl. noch einen anderen Arzt. Lassen Sie Ihren Chihuahua nur von Tierärzten behandeln, die Erfahrung mit kleinen Hunderassen haben.
Ohrenentzündungen:
Ohrenentzündungen haben verschiedene Ursachen. ...
Augenentzündungen:
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Hautkrankheiten:
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Parasiten:
Ihr Hund muss regelmäßig entwurmt werden. Welpen vierteljährlich. Erwachsene Hunde jährlich bis halbjährlich. Lassen Sie sich vom Tierarzt die für Chihuahuas geeigneten Mittel geben. Eine Entwurmung sollte auch immer eine Woche vor dem Impfen erfolgen. Rutscht der Hund oft auf seinem Hinterteil kann dies ein Anzeichen für Wurmbefall, meist aber für verstopfte Afterdrüsen oder einfach nur schmutziger After sein. Man kann auch eine Kotprobe über drei Tage sammeln und zur Untersuchung geben, so kann man gezielt gegen die entsprechenden Parasiten und nur im Bedarfsfall entwurmen.
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Analdrüsen:
Das Sekret der Analdrüsen dient zur Markierung des Reviers und wird mit dem Kot ausgeschieden. ...
5. Pflege/Hygiene
Der Chihuahua ist ausgesprochen pflegeleicht, bei kurzhaarigen Chihuahuas genügt es, mit einer weichen Bürste ab und an über das Fell zu kämmen oder mit einem fechten Ledertuch abzuledern. Auch der Langhaar-Chihuahua ist verhältnismäßig pflegeleicht. Übermäßiges Baden sollte bei beiden Fellvarietäten vermieden werden.
Kämmen: ...
Baden:
Wenngleich es Rassen wie Pudel, Yorkshire, Malteser gibt, die aufgrund des fehlenden Fellwechsels, regelmäßig gebadet werden müssen, schadet regelmäßiges Baden Hunden, die regelmäßig ihr Fell wechseln und zwar wird dadurch natürlichen Imprägnierung des Hundehaares zerstört und die empfindliche Haut stark gereizt. Baden macht das Fell brüchig und glanzlos. Außerdem verliert es seine schmutz- und vor allem wasserabweisende Wirkung. Hunde werden dann empfindlich gegen Kälte und Nässe und entsprechend empfänglich für Hautkrankheiten.
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Sollte Ihr Hund mal etwas weicheren Kot absetzen, wird manchmal die „Hose" am After beschmutzt. Nehmen Sie den groben Dreck mit einem Papiertuch auf und reinigen Sie anschließend nur diese Region möglichst ohne Shampoo je nach Verschmutzung mit einem feuchten Tuch oder mit etwas lauwarmem Wasser aus der Handbrause. Anschließend abtrocknen. Ständiges shampoonieren führt zu Verfilzungen und Hautreizungen.
Pfoten/Krallen:
Bei regelmäßigem Auslauf auf nicht zu weichem Boden laufen sich die Krallen von selber ab. Lediglich die Daumenkrallen an den Vorderläufen müssen dann regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls die ersten Male vom Tierarzt geschnitten werden. Selber schneiden bedarf einiger Erfahrung, da man schnell in den Nerv schneidet, was für den Hund sehr schmerzhaft ist und stark blutet. Wachsen die Krallen ständig zu lang, hat Ihr Hund schlichtweg zu wenig Auslauf auf hartem Boden.
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Augen:
Die Augen sollten bei Bedarf mit einem mit lauwarmen Wasser angefeuchtetem Wattepad ausgewischt werden, um Entzündungen zu vermeiden.
Ohren:
Ohren regelmäßig kontrollieren. Bei üblem Geruch aus der Ohrmuschel oder Sekretbildung Tierarzt aufsuchen (siehe 4. Gesundheit). Nicht mit Gegenständen im Ohr herumstochern, Verletzungsgefahr!
Zähne:
Manche Hunde neigen stärker zu Zahnsteinbildung als andere. Zahnstein führt zu Zahnfleischentzündungen und Zahnverlust. Bestehender Zahnstein muss vom Tierarzt meist unter Narkose entfernt werden. Eine Narkose ist immer eine große Belastung für den kleinen Körper Ihres Chihuahuas und ein vermeidbares Risiko. Lassen Sie es also erst gar nicht zu Zahnstein kommen. Richt Ihr Hund stark aus dem Maul, sollten Sie die Zähne gründlich untersuchen lassen.
Zur Vorbeugung ...
Der Chihuahua verliert seine Milchzähne ca. zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat. Achten Sie beim Zahnwechsel darauf, dass alle Milchzähne ausfallen. Bei Zwergrassen kommt es vor, dass vor allem die Fangzähne nicht von selbst ausfallen. Dadurch wird der korrekte Stand der bleibenden Zähne negativ beeinflusst, außerdem bildet sich zwischen den Zähnen Zahnstein, der wiederum zu Zahnfleischentzündungen, Karies und gar zum Verlust des bleibenden Zahnes führt. Faulende, nicht behandelte Zähne führen - wie auch beim Menschen - oftmals zu Herzproblemen! Nicht ausgefallene, sogenannte persistierende Milchzähne müssen daher rechtzeitig vom Tierarzt gezogen werden. Wenn die Zähne nach dem 7. Monat bereits wackeln, können sie noch ein zwei Monate zuwarten, oft gehen sie noch von selber aus. Wackeln sie aber überhaupt nicht, sollten sie sie baldmöglichst ziehen lassen.
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