Vorstellung

Unter dem Namen von ZutZiwutZ züchte ich zunächst seit 1997 im CHIHUAHUA CLUB e.V. (VDH/F.C.I.) und seit August 2003 im Chihuahua-Klub Deutschland e.V.  (VDH/F.C.I.) nach den strengen Regeln des VDH/CKD..

Ich bin begeisterte Chihuahua-Anhängerin und verstehe mich als verantwortungsvolle, engagierte Liebhaberzüchterin.  Nachdem ich das Buch von WACHTEL, Hellmuth, Hundezucht 2000, Weiden, 1997, Gollwitzer, gelesen habe, stehe ich - auch wenn das manch eingesessenem Züchter den Kopf schütteln lässt - der Linienzucht und insbesondere der Inzestzucht äusserst kritisch gegenüber. Ohnehin sind bei meiner kleinen Zucht die Möglichkeiten beschränkt, einen bestimmten Typus in kurzer Zeit festmachen zu können, aber im Hinblick auf die Genvielfalt und damit Vitalität, kann ich mit meiner kleinen Zucht vielleicht auch meinen bescheidenen Beitrag für die Rasse Chihuahua leisten.

Mein Zuchtziel

Wie bin ich auf den Hund gekommen?

Wie wurde ich zur Züchterin?

Warum züchte ich?

Mein Zuchtziel ist der gesunde, robuste, wesensfeste und intelligente Chihuahua, dem Standard entsprechend (ohne die Extreme auszureizen), mit geschlossener Fontanelle, kräftigem, kompakten Knochenbau, bei einem Gewicht von deutlich über 2 kg. Farben, die auf Defektgenen beruhen, wie Blau und Merle, lehne ich für meine Zucht strikt ab.

Ich ziehe nur ca. alle zwei bis drei Jahre einen Wurf auf. Die Verpaarungen plane ich sehr sorgfältig unter Prüfung der Ahnen und Nachkommen. Oberste Priorität hat dabei die Gesundheit. Auch wenn ich mich über Ausstellungserfolge freue, spielt dies für mein Zuchtziel keine bedeutende Rolle. Meine Hunde sind Familienmitglieder und bewohnen selbstverständlich alle  Wohnräume, ebenso die Welpen, die von Anfang an am Alltag teilnehmen.

Besonderen Wert lege ich auf beste Prägung, Sozialisierung und spielerische Erziehung. So nehme ich die Welpen schon ab der 8. Woche mit auf unsere täglichen Spaziergänge und ins nahe gelegene Einkaufszentrum PEP, wo sie ausgiebigen Kontakt zu Menschen, Kindern, Joggern etc. haben und an Rolltreppen, Fahrstühle, Verkehrsmittel und andere brave Hunden jeder Größe, und soweit möglich auch andere Tiere herangeführt werden, um ihnen den Start im neuen Zuhause zu erleichtern. Mit 4 - 5 Wochen mache ich schon Ausflüge zu Familie und Freunden, wobei die Welpen Autofahrten und neue Umgebung/Garten und Menschen kennenlernen. Meine Welpen hören bei Abgabe bereits sehr gut auf ihren Namen, werden von Anfang an zur Stubenreinheit angehalten, lernen auch schon im Grundsatz Komm und Sitz und an der Leine mit Brustgeschirr gehen. Ich verpaare nur gesunde, wesensfeste, typvolle Elterntiere.

Meine Welpen gehen erst nach der 12. Woche und einem Mindestgewicht von 800 - 1000 g zum neuen Halter, Besuche der neuen Halter sind aber ab der 3. Woche sehr erwünsch.

Außerdem möchte ich von dem Bild des empfindlichen Mini-Tassen-Chihuahuas weg. Denn in Wirklichkeit ist er ein robuster, unternehmungslustiger, zäher, schlauer Kobold. Ich persönlich favorisiere den kräftigeren Typ von ca. 2,5-3 kg. Damit ist der Chihuahua immer noch klein genug, um im Bedarfsfall in der Tasche transportiert zu werden und einen auf Reisen zu begleiten. Ohnehin erhalten Chihuahuas unter 2 kg im VDH zu Recht keine Zuchtzulassung  (Qualzucht!). Und erfreulicher Weise ist auch der FCI-Standard geändert worden, so dass nunmehr das erwünschte Gewicht auf 1,5 - 3 kg festgelegt wurde (vormals 500 g - 3 kg) und auch auf eine geschlosse Fontanelle wird nunmehr im Standard Wert gelegt.

Wie bin ich auf den Hund gekommen?

Wie die meisten Hundenarren unter uns, war auch ich schon als Kind vernarrt in alle Tiere, aber ganz besonders in Hunde. Viele meiner Verwandten hatten selber Hunde. Eine entfernte Verwandte hielt damals einen sehr kleinen, weißen Hund mit hellblauen Augen. Der ärmste war blind und sollte eigentlich eingeschläfert werden. Diese Verwandte hatte sich seiner erbarmt und ihn aufgenommen. Der kleine Kerl war ziemlich giftig und ließ sich partout von niemand außer seinem Frauchen streicheln. Natürlich gab ich nicht auf, und nach einiger Zeit hat "Bianca" auch mich ins Herz geschlossen. Der kleine weiße Hund war natürlich eine Chihuahua-Dame. Da ich ja sowieso einen Hund wollte, stand für mich nun endgültig fest, dass ich genau so einen Hund haben wollte, was meine Eltern aber vehement zurückwiesen. So blieb es erst mal bei dem Traum.

Nach intensiver beruflicher Tätigkeit, habe ich mich 1995 entschlossen, beruflich erheblich kürzer zu treten, um mir meinen Kindheitstraum zu erfüllen. Denn für mich kam ein Hund nur in Frage, wenn ich auch ausreichend Zeit für ihn aufbringen kann und da verbietet sich eine ganztägige Berufstätigkeit. Erst mal war an Zucht gar nicht gedacht. Mit Bedacht habe ich mir einen vertrauenswürdigen Züchter ausgesucht (damals noch in der Hoffnung, genau so einen weißen Hund zu ergattern, wie sie auf der Visitenkarte des Züchters zu sehen waren). Mit fünf Wochen habe ich zum ersten Mal meine kleine Chiqui (die war zwar schwarz mit wenig weiß, aber wo die Liebe hinfällt :) ) besucht und dann alle zwei Wochen, bis ich sie dann endlich mit 13 Wochen nach Hause nehmen durfte. Ein halbes Jahr lang habe ich mich nur um die Erziehung von Chiqui gekümmert. Drei Monate später habe ich Chiqui ihre Wurfschwester Bambi als Spielgenossin dazugesellt.

Wie wurde ich zur Züchterin?

Schon zu Beginn meines Daseins als Hundemama habe ich einige Brieffreundschaften mit Chihuahua-Besitzern geknüpft, darunter auch einige Züchterinnen. Mit dem Bildaustausch und den Berichten über Welpengeburten und -aufzucht wuchs in mir der Wunsch, es auch mal zu wagen. Nach reiflicher Überlegung, intensivem Austausch mit meinen befreundeten Züchterinnen und eingehender theoretischer Vorbereitung hatte ich dann am 7. Juni 1998 das Glück, die erste Bilderbuchgeburt meiner Hündin Chiqui miterleben zu dürfen. Daraus behielt ich Anika von Zutziwutz und am 6. Juni 2000 wurde dann auch Anika Mama. Mit Judy von Sunshine-Danndy zog dann die Halbschwester von Anika bei uns ein und wurde zur Stammmutter meines Zwingers.

Meine Möglichkeiten, meine Zucht auszubauen sind derzeit leider  noch sehr begrenzt, in einigen Jahren hoffe ich aber,  auf’s Land überzusiedeln. Bis dahin ziehe ich auch nur alle 2 - 3 Jahre einen Wurf auf. 

Warum züchte ich? Ich liebe alle Tiere, aber speziell Chihuahuas. Es wäre für mich eine schreckliche Vorstellung, wenn es diese Rasse nicht mehr gäbe, z.B. wegen Qualzuchtverbot. Um die Rasse zu erhalten und zu verbessern und zwar in erster Linie in puncto VITALITÄT und bestes Wesen, ohne dabei Typ und Schönheit zu vergessen, züchte ich. Insbesondere möchte ich alles mir mögliche dazu beitragen, zu verhindern, dass der Chihuahua jemals wieder auf der Qualzuchtliste landet, wie in den 90er Jahren in Hessen bereits geschehen. Aber auch aus Liebe zu den Tieren und zur Natur, weil ich mich daran erfreue, Welpen zu pflegen, zu erziehen und aufwachsen zu sehen. Es ist immer wieder ein kleines Wunder, zu sehen, wie sich die Welpen entwickeln und sich die unterschiedlichen Charaktere formen. Und ich züchte, um meine eigene, unwissenschaftliche Verhaltensforschung zu treiben und so viel wie möglich über Hunde zu lernen. Ein Leben ohne meine Hunde, wäre für mich zumindest trostlos.  Ich vertreibe (von opfern möchte ich wirklich nicht sprechen) mir all meine Freizeit "gerne" mit der Haltung und Aufzucht meiner Hunde und allem, was damit zusammenhängt. Andere Hobbies kosten schließlich auch Zeit und Geld.

Ich bin aber nicht bereit, meine Welpen zu verschenken, denn damit lockt man gerade Hundehändler und all solche Menschen an, für die ein Hund "nur" ein Hund ist, der, wenn er lästig wird oder Kosten verursacht, abgeschoben wird. Ich hatte selber schon eine solche Person im Haus und wäre ihr und ihrem süßen verlogenem Gerede fast aufgesessen, wenn nicht eine Freundin mich anhand von Fotos überzeugt hätte, dass es sich um eine sehr unseriöse Vermehrerin handelte. Auch deshalb darf ein Welpe nicht unter Preis verkauft werden, weil sonst die Hundehändler ihr Schnäppchen mit unbedarften, naiven Neuzüchtern machen, indem sie billige Hunde aufkaufen und mit Profit weiterverkaufen. Meine Welpenpreise bewegen sich daher je nach Qualität der Welpen zwischen 800 Euro - 1.500 Euro. Damit kann ich nicht mal meine Kosten für die Zucht decken, da ich meine Alttiere behalte und nicht ausbeute.

Sicher gibt es genügend arme Hunde in Tierheimen, die einen guten Platz suchen. Und für jeden, dem es nicht so drauf ankommt, wie sein Hund aussehen soll, welches Wesen er hat und ein wenig Hundeerfahrung mitbringt, ist sicherlich gut beraten, erst mal dort nach einem Hund für sich zu schauen. Aber ein Chihuahua ist halt mal was ganz besonderes, er wird sicherlich auch nur selten und dann auch nur kurzfristig in einem Tierheim anzutreffen sein, Gott sei Dank!